Deutscher Radiopreis für 105’5 Spreeradio

Zum ersten Mal gewinnt ein privater Radiosender in der Kategorie Beste Reportage den Deutschen Radiopreis. Toni Schmitt und Yvonne Fricke vom Berliner Sender 105’5 Spreeradio werden von der Grimme-Jury  für "Schlepperbanden - Menschenleben werden Ware" ausgezeichnet. Ein Meilenstein für das private Radio in der sechsjährigen Geschichte der Preisverleihung.

Im sechsten Jahr in Folge wurde der Deutsche Radiopreis mit einer festlichen Gala in Hamburg vergeben. Toni Schmitt und Yvonne Fricke von 105’5 Spreeradio hatten allen Grund zum Jubeln. Mit ihrer aufrüttelnden Reportage "Schlepperbanden - Menschenleben werden Ware" sicherten sie sich die Trophäe in der viel beachteten Kategorie Beste Reportage, in der zuvor noch nie ein privater Radiosender gewinnen konnte. Bereits im letzten Jahr waren beide für die Auszeichnung nominiert. Insgesamt schafften es vier Sender aus dem Radioportfolio von RTL in vier unterschiedlichen Kategorien ins Finale um die begehrte Trophäe.

Berlin-Reporter Toni Schmitt hat mit seinem Team länger als ein Jahr recherchiert und in seinem Beitrag die vielfältigen Aspekte des Problems der Schlepperbanden eindrucksvoll dargestellt. Er sprach mit Flüchtlingen, mit Menschen, die Flüchtlinge betreuen, mit Mitarbeitern in Behörden, mit Bundespolizisten und mit Schleppern, die über ihr skrupelloses Geschäft berichten. Die Jury lobt die schonungslose und oft erschütternde Offenheit, mit der Schicksale und Wahrheiten ans Licht kommen, vor denen manche lange die Augen verschlossen haben. Toni Schmitt zeichne ein differenziertes Bild, ganz nah am Menschen. Dem Reporter sei eine hervorragende, sehr beeindruckende und authentische Reportage gelungen, fasst die Jury ihr Lob zusammen.

Gert Zimmer, CEO von RTL Radio Deutschland: „Das ist eine herausragende Leistung, zu der ich den Preisträgern und dem gesamten Team herzlich gratuliere. Auf dem Gebiet der intensiven Rechercheleistung ausgezeichnet zu werden, ist alles andere als selbstverständlich. Toni Schmitt und Yvonne Fricke beweisen mit hoher journalistischer Qualität, Kontinuität und dem Gespür, Menschen die bedeutende Themen unserer Zeit nahezubringen, dass sie den öffentlich-rechtlichen Programmen in nichts nachstehen.“

Hintergrund:
Der Deutsche Radiopreis setzt Maßstäbe der Qualität im Deutschen Hörfunk. Er wurde dieses Jahr in elf Kategorien verliehen. Die unabhängige Grimme-Jury wählte aus Hunderten von Einsendungen aus – jeweils drei pro Kategorie wurden für den Preis nominiert. Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios in Deutschland.

Die festliche Preisverleihung wurde erneut von Barbara Schöneberger moderiert und live im Radio sowie im Fernsehen übertragen. Viele Stars und Topacts, die Millionen Hörer aus dem Radio kennen, machten die Radiopreis-Gala wieder zu einem besonderen Erlebnis. Neben Sarah Connor und Rea Garvey starteten das Trio aha fünf Jahre nach ihrer Trennung am Abend sein Comeback.